Wetter-Lexikon
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Thermik

Unter Thermik versteht man in der Meteorologie konvektiveVertikalströmungen, die durch starke Erwärmung des Bodens und der bodennahen Luftschichten ausgelöst werden. Man bezeichnet dieseAufwärtsbewegungen auch als Aufwinde. Die Erwärmung durch die Sonneneinstrahlung ist abhängigvon der Bodenbeschaffenheit und des Reliefs.

Dunkle und trockene Flächen erwärmen sich schneller als helle oder feuchtere. Die Luft steigt meistin sogenannten Warmluftblasen auf. Sie haben nur eine geringe Vertikalgeschwindigkeit von 3 bis 5 Meterpro Sekunde. Wenn sie die Temperatur der Umgebungsluft erreicht haben (adiabatischeAbkühlung), dann verharren sie in dem jeweiligen Niveau.

Verschmelzen mehrere Warmluftblasen zusammen, weil ein immerwährender Nachschub von erwärmter Luft am Boden vorherrscht,dann kann ein sogenannter Thermikschlauch entstehen.Bilden sich keine Wolken, weil die aufsteigende Luft nicht mit Wasserdampf gesättigt ist, spricht manvon Blauthermik. Wenn dagegen ausreichend Luftfeuchtigkeit vorhanden ist und die untere Troposphäre labil geschichtetist, dann bilden sich ab einer bestimmten Höhe Cumuluswolken.Inversionen stoppen die aufsteigende Luft in der Höhe.In den Randzonen der Aufwinde wird trockene und kühlere Luft eingemischt. Die kühlere Luft sinkt zum Erdboden ab.

Thermik
Foto © Tommy Kühnlein

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